Am Anfang des Tages war es ein wenig unangenehm, denn der auf der Karte eingezeichnete Weg am Wasserfall vorbei existierte nicht mehr. Nach einigem Suchen wurde ein Trampelpfad gefunden, der aber leider auf der Driving Range des neu angelegten Golfplatzes endete - was den Golfern natürlich gar nicht gefiel. Später stellte sich heraus, dass ein für das Mittagessen eingeplanter Gasthof nicht mehr in Betrieb war. Die Karte hatten wir erst im vorigen Jahr gekauft, und ansonsten waren die Tobacco-Karten (im Gegensatz zu denen von Kompass) immer exakt gewesen. Nun ja.

In der Nähe dieser schönen Martinskapelle, in Bad Gfrill, hatten wir dafür dann eines dieser Erlebnisse, die diese Wanderung zu etwas ganz besonderem machen. Es war Kaffezeit, und so sind wir im Cafe eingekehrt. Ursprünglich hatte ich vorgehabt, in Gfrill zu übernachten, um die erste Etappe kurz zu halten, aber dort war Ruhetag. Der Gfriller Hof und das Cafe Bad Gfrill werden von der gleichen Familie betrieben, und als wir auf der Terrasse Platz genommen hatten, fragte uns die Bedienung: "Sind Sie die Pilger?" Daraufhin entspann sich eins der netten Gespräche, die uns so gefallen, und wir wurden wunderbar bedient und mit den besten Wünschen weitergeschickt.
