
Der Zielort der Etappe wurde ganz einfach festgelegt: Von welchem Ort in der gewünschten Richtung kommt man auch Sonntag abends noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause? Am besten von Rechberg aus. So sind wir dann kurz nach 9 Uhr losgelaufen. Im schattigen Wald war der Boden noch gefroren. Oben auf der Anhöhe war die Sonne höchst willkommen, und bei einigen Hecken mit Schneeglöckchen gab's das zweite Frühstück.
Kurz danach kamen wir durch ein hübsches Tal mit Bach und allem, was das Kinderherz begehrt. Nur mit dem Versprechen, an einem anderen Tag hierher zum Spielen zurückzukommen, kamen wir weiter. Die Mittagsrast wurde auf einem Spielplatz kurz vor Wäschebeuren gehalten. Die Seilbahn dort war wichtig zum Austoben.
In Wäschebeuren erlebten wir eine kleine Überraschung: mitten im Ort war eine Lourdesgrotte eingerichtet. Wir wussten gar nicht, dass Wäschebeuren zu den früher katholischen Orten zählt, die Alt-Württemberger Ortschaften sind ja alle reformiert. Ein Eichhörnchen turnte munter durch die großen Bäume. Vom Zentrum aus haben wir dann das Wegzeichen nicht gefunden und sind einen Umweg gelaufen, was vielleicht auch daran lag, dass Valentin nicht mehr weiter wollte (man hätte im Prinzip mit dem Bus heimfahren können), er ließ sich dann aber doch überreden (und ein Stückchen tragen).
In Richtung Aasrücken konnte man dann merken, dass es ein außergewöhnlich schöner Vorfrühlingstag war: der Weg war voller Spaziergänger und Radfahrer, eine richtige Völkerwanderung. Froh gestimmt ging es über den Obstlehrpfad zum Rechberg. Allerdings sind wir nicht mehr auf die Kuppe zur Wallfahrtskapelle gelaufen. Uns allen taten nach 25km die Füße weh und bei Ulrikes 15 Jahre alten Wanderschuhen hatte sich die Zwischensohle aufgelöst...

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