Donnerstag, 11. März 2010

Erste Übernachtung: 26./27.07.2008

Von der Albhochfläche aus kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gut nach Hause, dashalb haben wir im Internet eine übernachtungsmöglichkeit gesucht und uns für den Gasthof Adler in Westerstetten entschieden. Der Zug nach Geislingen war voller Ausflügler, aber schon auf der Überführung über die Gleise Richtung Burg Helfenstein waren wir fast alleine. Die Rucksäcke waren schwerer als bei den ersten beiden Etappen, Schlafanzug und Waschzeug haben auch ihr Gewicht.
Die Burg Helfenstein wird uns sicher einmal wiedersehen, sie liegt schön, bietet Klettermöglichkeiten für die Kinder und eine ganze Menge seltener Blumen für die Mama.
Es ist gar nicht so einfach, von Geislingen wegzukommen. Die Täler sind tief eingeschnitten, man muss weite Strecken laufen und sieht im Tal doch immer nur die Stadt. Endlich kommt man die Steige entlang weiter, und der Aussichtspunkt, von dem aus die Fotos der Züge gemacht werden, ist ein "Muss", wenn man einen Eisenbahnfan als Sohn hat...
Bald darauf kommt Amstetten-Bahnhof. Kurz vorher, in Ziegelhütte, gab es ein zünftiges Vesper mit Gratis-Aussicht auf die Bahnstrecke.
Durch Amstetten durchzulaufen war nicht so schön, denn der Tag war sonnig und warm, was das Asphalt-Treten noch unangenehmer macht. Zudem fing Moms Rucksack an zu quietschen. Pa meinte nur: "Hauptsache, er bellt nicht!" In dem Moment ging hinter der nächsten Hecke ein lautes Gebell los.
Auf unserer weiteren Wanderung ist "Hauptsache, er bellt nicht" die Standardantwort auf alle Klagen über die Ausrüstung geworden...
Kurz hinter Amstetten begann es in der Ferne zu grummeln. Wir waren nicht ausgesetzt, konnten dem Gewitter also gelassen entgegensehen. Pa und die Kinder entschlossen sich, die T-Shirts aus- statt die Regenjacken anzuziehen, weil es so warm war. Der Regen, der uns kurz vor Lonsee einholte, hatte dann aber überraschend große und kalte Tropfen, vermutlich war es gerade erst geschmolzener Hagel.
Als der Schauer vorbei war, haben sich die Kinder umgezogen, und wir konnten nach einer kurzen Rast weiterwandern. Gegen Ende der Rast fragte Dottie "Was kann ich noch essen?" und Sonny rief unmittelbar danach: "Da sind zwei Schwäne!" Was haben wir gelacht!
Müde, satt und zufrieden haben wir in Westerstetten übernachtet und zogen am nächsten Morgen frohgemut weiter.

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