Sonntag, 7. November 2010

22.08.2008: Es wird ernst

Mit einer sehr müden Tochter sind wir morgens um acht Uhr aufgebrochen: sie hatte zum Geburtstag den 5. Band Harry Potter geschenkt bekommen und bis ein Uhr nachts gelesen.
Wir sind mit dem Baden-Württemberg-Ticket nach Ulm gefahren und hatten gar nicht bemerkt, dass es erst ab 9 Uhr gilt. Zum Glück hat es der Zugbegleiter bei einer grummeligen Ermahnung belassen. Beim Umsteigen in Aalen habe ich noch schnell Fahrkarten bis Heidenheim gelöst, wo wir kurz nach neun Uhr durchfahren sollten. In Ulm sind wir mit dem Bus nach Wiblingen gefahren und haben uns dort in einer Bäckerei ein zweites Frühstück gegönnt.
Wie so oft war es etwas schwierig, den richtigen Weg aus dem Ort heraus zu finden, doch bald waren wir glücklich auf dem Weg am linken Illerufer entlang. Der Illerradweg ist auf der anderen Flussseite, und so konnten wir gemütlich loslaufen, ohne auf Radfahrer achten zu müssen. Statt dessen haben wir uns darüber amüsiert, dass wir laut Karte mal in Baden-Württemberg, mal in Bayern unterwegs waren. Vermutlich ist die Grenze vor Urzeiten mal als die Mitte des Illerbetts definiert worden, und nach der Begradigung und Kanalisierung des Flusses ist sie halt mal hier, mal dort.
Gegen Mittag ging es steil hinauf nach Oberkirchberg, einem alt Fuggerschen Besitz mit schönen barocken Bauten. Danach blieb der Wanderweg (HW4 des Schwäbischen Albvereins) auf der Hochfläche.
Ende August sind die Felder zum größten Teil abgeerntet (leider auch manchmal frisch gülle-gedüngt), einmal haben wir sogar frische Wintersaat gesehen. Der Weg ging zum Teil über Feldraine (herrlich für Daddys Barfüße), die nach diesem für die Vegetation perfekten, feuchtwarmen Sommer manchmal kniehoch grasbewachsen waren. Daughty nutze jede Pause für ein kurzes Nickerchen, im Gras, auf einer Bank... es war ja zum Glück trockenes Wetter.
Schon um 16:30 Uhr sind wir im Kloster Brandenburg angekommen und wurden herzlich empfangen. Die Zimmer sind schön und sauber, das Essen reichliche Hausmannskost, wie man sie auch zuhause als Abendbrot machen würde. Wir waren mit den anderen Hausgästen an einem Tisch.
Die Komplet haben wir mitgefeiert und uns noch mit den Schwestern unterhalten, bevor es ins Bett ging.

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