Sonntag, 7. November 2010

28.08.2008: Hinein in die Alpen

Sonthofen-Oberstdorf ist nach soviel Übung nur eine Halbtageswanderung, deshalb haben wir es ruhig angehen lassen. In einem Eisenwarengeschäft in Sonthofen sind wir mit den Inhabern ins Gespräch gekommen, weil Daddy und Sonny sich über die verschiedenen vor dem Laden ausgestellten Sensenmodelle unterhalten haben.
Hier haben wir uns auch die einzigen Souvenirs gekauft: Eine kleine Schelle für Daughty, über die uns die Ladenbesitzer erzählte, dass sie in Gegenden, in denen Bären leben, als Warnung: "Hier kommen Menschen" genutzt wird. Bären meiden im allgemeinen die Menschen. Sonny bekam das kleine Vorhängeschloss, das er schon immer haben wollte.
Bei Fischen gab es eine Möglichkeit, an die Iller heranzukommen, und wir haben sie zum Rasten und Spielen genutzt. Daddy und Daughty wollten sogar ausprobieren, wer es länger im kalten Wasser aushält. Der Wettbewerb endete unentschieden, weil Mom wegen der Zeit auf das Weitergehen drängte.
Hier im südlichsten Teil des Illertals sind wir wesentlich mehr Menschen begegnet als in den letzten Tagen, allerdings nach wie vor nur in einem Radius von wenigen hundert Metern um Orte, Gasthöfe oder den Illertalradweg herum. Es ist auch deutlich zu sehen, dass hier nicht mehr die Landwirtschaft, sondern der Tourismus die Haupterwerbsquelle der Einheimischen ist. Die Höfe und Weiden sind mehr auf fast pittoreskes Aussehen als auf Effektivität ausgelegt.
Richtig lachen mussten wir, als wir im Oberstdorfer Talkessel angekommen sind. Da sind doch tatsächlich Aussichtsbänke am Weg nicht wie üblich nebeneinander, sondern hintereinander angeordnet, als ob Kinder Bus spielen wollten! Erst später wurde uns klar, warum: Bis hierher kommen auch Wintergäste, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, auf ihren Spaziergängen.

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