Als am Sonntag morgen die ersten Bilder aus der Emilia Romagna über den Fernseher flimmerten, war es ein kleiner Schock. Wenn es eine Region betrifft, die man kennt oder in die man fahren will, nimmt man die Bilder doch ganz anders wahr.
Als sich im Laufe des Tages herausstellte, dass die Folgen des Bebens mit 7 Toten und 50 Verletzten doch eher glimpflich sind, dass überwiegend Sach- und Kulturwerte betroffen sind, waren wir doch erleichtert.
Mit einigen Quartiergebern haben wir schon wieder e-mail-Kontakt gehabt, wo wir unterwegs sein werden, hat es keine Schäden gegeben, wir können also wie geplant aufbrechen.
Montag, 21. Mai 2012
Donnerstag, 10. Mai 2012
28.04. Entlang des Reno nach Bologna
Jetzt waren wir viel weiter östlich als vorhergesehen, und es bot sich an, statt der Bahnlinie die Flüsse als Landmarken zur Orientierung zu nutzen. Den ganzen Vorabend hatte ich umgeplant, und im Laufe des Vormittags haben wir gemerkt, dass wir ab jetzt gut die für den Fahrradtourismus ausgeschilderten Wege nutzen konnten.
Mitten im Nirgendwo, nach einer verfrühten Abzweigung, sind wir auf eine in die Gegend verheiratete Deutsche gestoßen, die uns mit ein paar Tipps weiterhelfen konnte. Es ging zum großen Teil Feldraine entlang, und da gerade nach längerer Trockenheit Nieselregen einsetzte, haben wir uns eine richtig dicke Lehmschicht unter den Füßen bzw. Schuhen eingehandelt. Daddy war schnell mit dem Saubermachen fertig, aber die Profilsohlen der Wanderschuhe haben richtig Arbeit gemacht!
Zu Mittag haben wir im Da Taiadela gegessen (www.dataiadela.it). Als wir hineingingen, haben wir uns erst etwas erschreckt, denn in dem Restaurant. das wie eine dörfliche Gastwirtschaft oder ein altes Fuhrmannslokal aussah, saßen an mehreren Tischen Menschen in Nadelstreifen. Da kamen wir uns in unserer rustikalen Wanderkluft doch etwas deplaziert vor... Aber niemand hat sich daran gestört, wir wurden hervorragend bewirtet. Wir haben gelernt, dass man die Bologneser Sauce in der Ursprungsregion zu Tagliatelle und nicht zu Spaghetti isst. Und das Tiramisu als Nachtisch war so gut, dass ich in den nächsten Jahren anderswo keins essen werde, um mir die Erinnerung nicht zu nehmen.
Ab Longara haben wir dann den Bus genommen, denn zu Fuß um den Flughafen herum und durch den Autobahnring in die Innenstadt von Bologna zu kommen, schien uns schier aussichtslos.
Mitten im Nirgendwo, nach einer verfrühten Abzweigung, sind wir auf eine in die Gegend verheiratete Deutsche gestoßen, die uns mit ein paar Tipps weiterhelfen konnte. Es ging zum großen Teil Feldraine entlang, und da gerade nach längerer Trockenheit Nieselregen einsetzte, haben wir uns eine richtig dicke Lehmschicht unter den Füßen bzw. Schuhen eingehandelt. Daddy war schnell mit dem Saubermachen fertig, aber die Profilsohlen der Wanderschuhe haben richtig Arbeit gemacht!
Zu Mittag haben wir im Da Taiadela gegessen (www.dataiadela.it). Als wir hineingingen, haben wir uns erst etwas erschreckt, denn in dem Restaurant. das wie eine dörfliche Gastwirtschaft oder ein altes Fuhrmannslokal aussah, saßen an mehreren Tischen Menschen in Nadelstreifen. Da kamen wir uns in unserer rustikalen Wanderkluft doch etwas deplaziert vor... Aber niemand hat sich daran gestört, wir wurden hervorragend bewirtet. Wir haben gelernt, dass man die Bologneser Sauce in der Ursprungsregion zu Tagliatelle und nicht zu Spaghetti isst. Und das Tiramisu als Nachtisch war so gut, dass ich in den nächsten Jahren anderswo keins essen werde, um mir die Erinnerung nicht zu nehmen.
Ab Longara haben wir dann den Bus genommen, denn zu Fuß um den Flughafen herum und durch den Autobahnring in die Innenstadt von Bologna zu kommen, schien uns schier aussichtslos.
27.04.2012 Ein "Schummeltag" mit Überraschungen
An diesem Tag haben wir einige Male umplanen müssen. Das fing schon damit an, dass wir das erste Mal nicht in einem Zimmer schlafen konnten und die Kinder eine Stunde zu spät geweckt wurden, weil Daughtys Handy noch auf Winterzeit eingestellt war...
Wir haben dann nach Busverbindungen in Richtung unseres Tagesziels San Giovanni in Persiceito gesucht, es gab nur eine um die Mittagszeit. Also haben wir den Vormittag damit verbracht, uns das hübsche Städtchen Mirandola anzuschauen.
Dann hieß es wieder "heiteres Straße-Ausprobieren", denn viele der landwirtschaftlichen Wege und kleinen Straßen waren durch den Ausbau der Eisenbahn zur Schnellfahrstrecke unterbrochen worden. An einem einladend aussehenden Feldweg konnten wir zum Glück einen Bauern, der mit seinem Traktor unterwegs war und sich mit einer Anwohnerin unterhielt, fragen, ob man auf diesem Weg bis in den nächsten Ort kommen konnte. Si, si!
Dort haben wir auch einen Vogel bei geradezu halsbrecherischen Flugmanövern beobachten können, viel zu schnell, als das man sie hätte filmen können. Ein Foto aber haben wir geschafft:
Keine Ahnung, was für ein Vogel das war. Vermutlich ein Bodenbrüter beim Balzflug. Aber auch Unbekanntes kann faszinierend sein!
Zu einem anderen Zeitpunkt war unsere einzige Chance auf Weiterkommen, am Rand eines recht frisch gepflügten Felds entlang zu laufen. Als wir dann wieder auf einem Schotterweg waren, kam der Bauer von hinten mit dem Traktor heran und fragte, woher und wohin und wieso. Zum Glück ist mein Italienisch inzwischen gut genug, um solche Fragen zu beantworten und nach einer guten Viertelstunde Schwatz wendete der Bauer seinen Traktor und fuhr zufrieden auf seinen Hof.
Im nächsten größeren Ort kamen wir gegen 17:00 Uhr an und haben den nächsten Bus nach San Giovanni genommen, in der Annahme, dort nach einer halben Stunde im B&B zu sein. Weit gefehlt! Der markierte Ort in google maps im Reservierungssystem war nämlich grottenfalsch. Wegen des Umbaus der Eisenbahnstrecke war die Straße nämlich abgeschitten worden und die neu nötige Überführung hatte dann noch alle Landmarken verändert. Die Straße ging nämlich - unter gleichem Namen - bis in die Nachbarsiedlungen, nur war der Anfang nicht mehr aufzufinden.
Zum Glück waren die Wirtsleute so lieb und haben uns mit dem Auto abgeholt... Ganz lieben Dank an die Wirte des Ca'dei Cigni (www.cadeicigni.it)! Die Satellitenbilder auf Google maps sind inzwischen aktualisiert, allerdings werden immer noch Straßen als durchgängig markiert, die durch die Bahnlinie unterbrochen worden sind. Die Adresse mit Hausnummer stimmt aber inzwischen ganz gut.
Wir haben dann nach Busverbindungen in Richtung unseres Tagesziels San Giovanni in Persiceito gesucht, es gab nur eine um die Mittagszeit. Also haben wir den Vormittag damit verbracht, uns das hübsche Städtchen Mirandola anzuschauen.
Dann hieß es wieder "heiteres Straße-Ausprobieren", denn viele der landwirtschaftlichen Wege und kleinen Straßen waren durch den Ausbau der Eisenbahn zur Schnellfahrstrecke unterbrochen worden. An einem einladend aussehenden Feldweg konnten wir zum Glück einen Bauern, der mit seinem Traktor unterwegs war und sich mit einer Anwohnerin unterhielt, fragen, ob man auf diesem Weg bis in den nächsten Ort kommen konnte. Si, si!
Dort haben wir auch einen Vogel bei geradezu halsbrecherischen Flugmanövern beobachten können, viel zu schnell, als das man sie hätte filmen können. Ein Foto aber haben wir geschafft:
Keine Ahnung, was für ein Vogel das war. Vermutlich ein Bodenbrüter beim Balzflug. Aber auch Unbekanntes kann faszinierend sein!
Zu einem anderen Zeitpunkt war unsere einzige Chance auf Weiterkommen, am Rand eines recht frisch gepflügten Felds entlang zu laufen. Als wir dann wieder auf einem Schotterweg waren, kam der Bauer von hinten mit dem Traktor heran und fragte, woher und wohin und wieso. Zum Glück ist mein Italienisch inzwischen gut genug, um solche Fragen zu beantworten und nach einer guten Viertelstunde Schwatz wendete der Bauer seinen Traktor und fuhr zufrieden auf seinen Hof.
Im nächsten größeren Ort kamen wir gegen 17:00 Uhr an und haben den nächsten Bus nach San Giovanni genommen, in der Annahme, dort nach einer halben Stunde im B&B zu sein. Weit gefehlt! Der markierte Ort in google maps im Reservierungssystem war nämlich grottenfalsch. Wegen des Umbaus der Eisenbahnstrecke war die Straße nämlich abgeschitten worden und die neu nötige Überführung hatte dann noch alle Landmarken verändert. Die Straße ging nämlich - unter gleichem Namen - bis in die Nachbarsiedlungen, nur war der Anfang nicht mehr aufzufinden.
Zum Glück waren die Wirtsleute so lieb und haben uns mit dem Auto abgeholt... Ganz lieben Dank an die Wirte des Ca'dei Cigni (www.cadeicigni.it)! Die Satellitenbilder auf Google maps sind inzwischen aktualisiert, allerdings werden immer noch Straßen als durchgängig markiert, die durch die Bahnlinie unterbrochen worden sind. Die Adresse mit Hausnummer stimmt aber inzwischen ganz gut.
Mittwoch, 9. Mai 2012
26.04.2012 Mirandola
Schon am Vortag war klar geworden, dass sowohl die Karten (was wir wussten) als auch google maps (was eine unangenehme Überraschung war) nicht auf dem neuesten Stand waren. An diesem Tag war es ganz besonders schlimm, weil noch nicht einmal die alten toporgaphischen Karten mehr lieferbar waren und ich mich ganz auf meine Aufzeichnungen verlassen musste.
Dann kam noch hinzu, dass die verschiedenen Ortsteile einer Riesengemeinde auf den Straßenschildern nicht benannt wurde, so dass meine Notiz "zwischen Ortsteil A und B auf einer kleinen Straße nach Süden" vollkommen nutzlos war. Das, und die Tatsache, dass die 2 m breiten Wassergräben, voll mit grünem Wasser und unergründlich tief, nicht zu sehen waren, hat uns dazu gezwungen, nach ein paar Umwegen resiginiert die Staatsstraße entlang zu laufen.
Das ist sehr ermüdend, und so haben wir im letzen Ortsteil von Mirandola die Waffen gestreckt und in einer Tankstelle darum gebeten, dass man uns ein Taxi ruft. Telefonieren mache ich nämlich auf Italienisch immer noch nicht so gern. irgendwie verstehe ich die Leute, die ich sehe, viel besser. Am Telefon hat man ja auch Hände und Füße nicht zur Verfügung...
Der Gipfel war aber dann, dass die Betreiberin des B&B steif und fest behauptete, die Bestätigung unserer Buchung nie erhalten zu haben. Dabei hatte ich extra ein paar Tage vor unserer Abfahrt noch an alle eine Mail geschickt, dass wir tatsächlich losfahren!
Zum Glück ist Mirandola keine ganz kleine Stadt, und ich hatte während der Taxifahrt ein Hotel gesehen, in dem wir freundlich empfangen wurden. Der sehr gepflegte Portier verzog keine Mine, als wir verschwitzten Wanderer - Daddy wie normalerweise immer barfuß - in die Lobby kamen, sondern hat uns vorbildlich bedient.
Dann kam noch hinzu, dass die verschiedenen Ortsteile einer Riesengemeinde auf den Straßenschildern nicht benannt wurde, so dass meine Notiz "zwischen Ortsteil A und B auf einer kleinen Straße nach Süden" vollkommen nutzlos war. Das, und die Tatsache, dass die 2 m breiten Wassergräben, voll mit grünem Wasser und unergründlich tief, nicht zu sehen waren, hat uns dazu gezwungen, nach ein paar Umwegen resiginiert die Staatsstraße entlang zu laufen.
Das ist sehr ermüdend, und so haben wir im letzen Ortsteil von Mirandola die Waffen gestreckt und in einer Tankstelle darum gebeten, dass man uns ein Taxi ruft. Telefonieren mache ich nämlich auf Italienisch immer noch nicht so gern. irgendwie verstehe ich die Leute, die ich sehe, viel besser. Am Telefon hat man ja auch Hände und Füße nicht zur Verfügung...
Der Gipfel war aber dann, dass die Betreiberin des B&B steif und fest behauptete, die Bestätigung unserer Buchung nie erhalten zu haben. Dabei hatte ich extra ein paar Tage vor unserer Abfahrt noch an alle eine Mail geschickt, dass wir tatsächlich losfahren!
Zum Glück ist Mirandola keine ganz kleine Stadt, und ich hatte während der Taxifahrt ein Hotel gesehen, in dem wir freundlich empfangen wurden. Der sehr gepflegte Portier verzog keine Mine, als wir verschwitzten Wanderer - Daddy wie normalerweise immer barfuß - in die Lobby kamen, sondern hat uns vorbildlich bedient.
25.04.2012 zum Po in Ostiglia
Beim Mittagessen in Nogara wurde klar, dass den 8 km vom Vortag Tribut zu zollen sein würde, und wir haben uns entschlossen, bis Ostiglia den Zug zu nehmen.
Kurz vor Nogara kamen wir durch die Reisfelder, die tatsächlich geflutet wurden. Wir waren da auf einem Feldweg, an dessen Rand Traktoren abgestellt waren, die ruhig vor sich hintuckerten und deren Arbeitsmotoren die Pumpen antrieben, mit denen das Wasser aus den Kanälen auf die Felder gepumpt wurden. Einige hundert Meter vor uns hielt ein Auto - ein schicker schwarzer Mercedes - und der Fahrer stieg seelenruhig aus, um einen Schieber neu einzustellen, und fuhr dann später grüßend an uns vorbei.
Es war gut, dass wir schon früh in Ostiglia waren, denn es war absolut nicht einfach, den Zugang zur Po-Brücke für Fußgänger und Radfahrer zu finden. Wir haben fast 1 1/2 Stunden dafür gebraucht!
Es war ein schöner Frühlingsnachmittag und -Abend, und so war auf der Promenade auf dem Po-Damm und auch am Fluss viel los. Einige Leute sind mit kleinen Booten auf die Sandbankinseln im Fluss gefahren.
Jetzt im Frühjahr ist der Po ein majestätischer, ruhiger Fluss. Das er auch anders kann, beweisen die hohen Dämme. Manches Mal muss es hier hoch hergehen.
Kurz vor Nogara kamen wir durch die Reisfelder, die tatsächlich geflutet wurden. Wir waren da auf einem Feldweg, an dessen Rand Traktoren abgestellt waren, die ruhig vor sich hintuckerten und deren Arbeitsmotoren die Pumpen antrieben, mit denen das Wasser aus den Kanälen auf die Felder gepumpt wurden. Einige hundert Meter vor uns hielt ein Auto - ein schicker schwarzer Mercedes - und der Fahrer stieg seelenruhig aus, um einen Schieber neu einzustellen, und fuhr dann später grüßend an uns vorbei.
Es war gut, dass wir schon früh in Ostiglia waren, denn es war absolut nicht einfach, den Zugang zur Po-Brücke für Fußgänger und Radfahrer zu finden. Wir haben fast 1 1/2 Stunden dafür gebraucht!
Es war ein schöner Frühlingsnachmittag und -Abend, und so war auf der Promenade auf dem Po-Damm und auch am Fluss viel los. Einige Leute sind mit kleinen Booten auf die Sandbankinseln im Fluss gefahren.
Jetzt im Frühjahr ist der Po ein majestätischer, ruhiger Fluss. Das er auch anders kann, beweisen die hohen Dämme. Manches Mal muss es hier hoch hergehen.
24.04.2011: Nach Isola della Scala
Bei der Planung der Wanderung war ich davon ausgegangen, dass wir mit einem Bus bis jenseits des Autobahnrings um Verona fahren würden. Ein paar Tage vor Aufbruch dann die böse Überraschung: Beim Überprüfen der Verbindung auf der Website der Veroneser Verkehrsbetriebe wurde angezeigt, dass die Stadtbusse am Ostersonntag nicht fahren! Und so wurde die erste Etappe unversehens 8 Kilometer, das heißt gut eineinhalb Stunden, länger.
Und so sind wir dann tapfer gelaufen, bei zum Glück idealen Wanderwetter. Eine Weile ging es an Kanälen entlang, die Etschwasser auf die Felder leiten und mit kunstvollen Bauten unter den Einfahrten zu den Häusern hindurchführen. Das Video vom Tanz der Plastikflaschen hätte ich gern hier eingestellt, aber das ganze Kleingedruckte hat mich dann doch abgeschreckt. Schade.
Als nächstes kamen Spargelfelder und dann etwas, das wir beim besten Willen nicht identifizieren konnten: Es sah aus wie riesige Felder von einzelnen Schnittlauchpflanzen.
Hier in Isola haben wir natürlich zu Abend Risotto gegessen. Schließlich ist die Stadt die Hauptstadt des Vialone Nano-Reises!
Und so sind wir dann tapfer gelaufen, bei zum Glück idealen Wanderwetter. Eine Weile ging es an Kanälen entlang, die Etschwasser auf die Felder leiten und mit kunstvollen Bauten unter den Einfahrten zu den Häusern hindurchführen. Das Video vom Tanz der Plastikflaschen hätte ich gern hier eingestellt, aber das ganze Kleingedruckte hat mich dann doch abgeschreckt. Schade.
Als nächstes kamen Spargelfelder und dann etwas, das wir beim besten Willen nicht identifizieren konnten: Es sah aus wie riesige Felder von einzelnen Schnittlauchpflanzen.
Hier in Isola haben wir natürlich zu Abend Risotto gegessen. Schließlich ist die Stadt die Hauptstadt des Vialone Nano-Reises!
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Verona
23.04.2011 Verona
Bei der Suche nach unserem Quartier ist etwas Lustiges passiert: auf der Stadtkarte war die Straße recht groß markiert, aber wir haben sie partout nicht gefunden. Dabei schien es so einfach zu sein: links an der Arena fast vorbei, und dann gleich rechts. Wir haben uns vom Menschenstrom mitziehen lassen, aber partout keine Straße mit diesem Namen gefunden. In der höchsten Not haben wir uns von der Vermieterin per Handy lotsen lassen. Des Rätsels Lösung: die richtige Straße ist mit Autos befahrbar, aber schmal. Die breitere, belebte Parallelstraße ist Fußgängerzone und deshalb in den Karten nur schmal eingezeichnet (auf Google maps übrigens auch)!
Das B&B all'Opera ist in einem Palazzo, von dem niemand weiß, ob er denn nun im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet wurde, hoch oben unter dem Dach, und die Wirtinnen Stefania und Nicoletta waren riesig nett zu uns. Sie haben uns die Zeit für den Osternachtsgottesdienst herausgesucht und eine tolle kleine Trattoria ("Il ciottolo", auf dem Corso Cavour beim Castelvecchio) herausgesucht mit typisch Veroneser Küche.
Das B&B all'Opera ist in einem Palazzo, von dem niemand weiß, ob er denn nun im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet wurde, hoch oben unter dem Dach, und die Wirtinnen Stefania und Nicoletta waren riesig nett zu uns. Sie haben uns die Zeit für den Osternachtsgottesdienst herausgesucht und eine tolle kleine Trattoria ("Il ciottolo", auf dem Corso Cavour beim Castelvecchio) herausgesucht mit typisch Veroneser Küche.
April 2011: Durch die Po-Ebene
Die Planung für diesen Teil der Pilgerwanderung war extrem schwierig. Die Po-Ebene ist landwirtschaftlich und industriell stark genutzt, aber kein "normales" Tourismusziel. Es gibt kein entsprechendes Kartenmaterial. Über Spezialisten (danke an die Firma Karten-Schrieb in Markgröningen, www.karten-schrieb.de) kommt man an die offiziellen topographischen Karten von Italien. Die stammen aber zum allergrößten Teil aus den 1970er Jahren! Das ist kein Vergleich mit unseren Landesvermessungsämtern, die alle paar Jahre neu aufbereitete Karten herausgeben.
Und wer jetzt meint, es gibt doch Google maps, erlebt dann draußen im Gelände sehr unliebsame Überraschungen! Natürlich habe ich versucht, die ausgesuchte Route vorher anzusehen, musste dann aber feststellen, dass die neue Schnellbahntrasse (seit mindestens 5 Monaten in Betrieb) noch nicht einmal als durchgängige Baustelle zu erkennen war. Von der zweispurigen neuen Eisenbahnbrücke über den Po bei Ostiglia sieht man z.B. bis heute nur die Fundamente der Brückenpfeiler!
Unter diesen Umständen war die eigentlich leichte Durchwanderung der Po-Ebene ein richtiges Abenteuer. Wir waren zu vielen Umwegen gezwungen und mussten oft an der Staatsstrasse entlang laufen, was sehr viel ermüdender ist, als über Feldwege und durch Wald zu laufen. Deshalb haben wir auch manches Mal nicht die geplanten Strecken geschafft, sondern haben uns mit Bussen, Bahn und einmal sogar Taxi weiterhelfen müssen.
Ein großes Lob an dieser Stelle an die Autofahrer: Sie alle haben immer einen großen Bogen um uns gemacht und uns nie gefährdet. Auch sind wir kein einziges Mal angehupt worden, außer, jemand wollte uns winken!
Und wer jetzt meint, es gibt doch Google maps, erlebt dann draußen im Gelände sehr unliebsame Überraschungen! Natürlich habe ich versucht, die ausgesuchte Route vorher anzusehen, musste dann aber feststellen, dass die neue Schnellbahntrasse (seit mindestens 5 Monaten in Betrieb) noch nicht einmal als durchgängige Baustelle zu erkennen war. Von der zweispurigen neuen Eisenbahnbrücke über den Po bei Ostiglia sieht man z.B. bis heute nur die Fundamente der Brückenpfeiler!
Unter diesen Umständen war die eigentlich leichte Durchwanderung der Po-Ebene ein richtiges Abenteuer. Wir waren zu vielen Umwegen gezwungen und mussten oft an der Staatsstrasse entlang laufen, was sehr viel ermüdender ist, als über Feldwege und durch Wald zu laufen. Deshalb haben wir auch manches Mal nicht die geplanten Strecken geschafft, sondern haben uns mit Bussen, Bahn und einmal sogar Taxi weiterhelfen müssen.
Ein großes Lob an dieser Stelle an die Autofahrer: Sie alle haben immer einen großen Bogen um uns gemacht und uns nie gefährdet. Auch sind wir kein einziges Mal angehupt worden, außer, jemand wollte uns winken!
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