Donnerstag, 10. Mai 2012

27.04.2012 Ein "Schummeltag" mit Überraschungen

An diesem Tag haben wir einige Male umplanen müssen. Das fing schon damit an, dass wir das erste Mal nicht in einem Zimmer schlafen konnten und die Kinder eine Stunde zu spät geweckt wurden, weil Daughtys Handy noch auf Winterzeit eingestellt war...

Wir haben dann nach Busverbindungen in Richtung unseres Tagesziels San Giovanni in Persiceito gesucht, es gab nur eine um die Mittagszeit. Also haben wir den Vormittag damit verbracht, uns das hübsche Städtchen Mirandola anzuschauen.

Dann hieß es wieder "heiteres Straße-Ausprobieren", denn viele der landwirtschaftlichen Wege und kleinen Straßen waren durch den Ausbau der Eisenbahn zur Schnellfahrstrecke unterbrochen worden. An einem einladend aussehenden Feldweg konnten wir zum Glück einen Bauern, der mit seinem Traktor unterwegs war und sich mit einer Anwohnerin unterhielt, fragen, ob man auf diesem Weg bis in den nächsten Ort kommen konnte. Si, si!

Dort haben wir auch einen Vogel bei geradezu halsbrecherischen Flugmanövern beobachten können, viel zu schnell, als das man sie hätte filmen können. Ein Foto aber haben wir geschafft:


Keine Ahnung, was für ein Vogel das war. Vermutlich ein Bodenbrüter beim Balzflug. Aber auch Unbekanntes kann faszinierend sein!

Zu einem anderen Zeitpunkt war unsere einzige Chance auf Weiterkommen, am Rand eines recht frisch gepflügten Felds entlang zu laufen. Als wir dann wieder auf einem Schotterweg waren, kam der Bauer von hinten mit dem Traktor heran und fragte, woher und wohin und wieso. Zum Glück ist mein Italienisch inzwischen gut genug, um solche Fragen zu beantworten und nach einer guten Viertelstunde Schwatz wendete der Bauer seinen Traktor und fuhr zufrieden auf seinen Hof.

Im nächsten größeren Ort kamen wir gegen 17:00 Uhr an und haben den nächsten Bus nach San Giovanni genommen, in der Annahme, dort nach einer halben Stunde im B&B zu sein. Weit gefehlt! Der markierte Ort in google maps im Reservierungssystem war nämlich grottenfalsch. Wegen des Umbaus der Eisenbahnstrecke war die Straße nämlich abgeschitten worden und die neu nötige Überführung hatte dann noch alle Landmarken verändert. Die Straße ging nämlich - unter gleichem Namen - bis in die Nachbarsiedlungen, nur war der Anfang nicht mehr aufzufinden.

Zum Glück waren die Wirtsleute so lieb und haben uns mit dem Auto abgeholt... Ganz lieben Dank an die Wirte des Ca'dei Cigni (www.cadeicigni.it)! Die Satellitenbilder auf Google maps sind inzwischen aktualisiert, allerdings werden immer noch Straßen als durchgängig markiert, die durch die Bahnlinie unterbrochen worden sind. Die Adresse mit Hausnummer stimmt aber inzwischen ganz gut.

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