Mittwoch, 9. Mai 2012

April 2011: Durch die Po-Ebene

Die Planung für diesen Teil der Pilgerwanderung war extrem schwierig. Die Po-Ebene ist landwirtschaftlich und industriell stark genutzt, aber kein "normales" Tourismusziel. Es gibt kein entsprechendes Kartenmaterial. Über Spezialisten (danke an die Firma Karten-Schrieb in Markgröningen, www.karten-schrieb.de) kommt man an die offiziellen topographischen Karten von Italien. Die stammen aber zum allergrößten Teil aus den 1970er Jahren! Das ist kein Vergleich mit unseren Landesvermessungsämtern, die alle paar Jahre neu aufbereitete Karten herausgeben.

Und wer jetzt meint, es gibt doch Google maps, erlebt dann draußen im Gelände sehr unliebsame Überraschungen! Natürlich habe ich versucht, die ausgesuchte Route vorher anzusehen, musste dann aber feststellen, dass die neue Schnellbahntrasse (seit mindestens 5 Monaten in Betrieb) noch nicht einmal als durchgängige Baustelle zu erkennen war. Von der zweispurigen neuen Eisenbahnbrücke über den Po bei Ostiglia sieht man z.B. bis heute nur die Fundamente der Brückenpfeiler!

Unter diesen Umständen war die eigentlich leichte Durchwanderung der Po-Ebene ein richtiges Abenteuer. Wir waren zu vielen Umwegen gezwungen und mussten oft an der Staatsstrasse entlang laufen, was sehr viel ermüdender ist, als über Feldwege und durch Wald zu laufen. Deshalb haben wir auch manches Mal nicht die geplanten Strecken geschafft, sondern haben uns mit Bussen, Bahn und einmal sogar Taxi weiterhelfen müssen.

Ein großes Lob an dieser Stelle an die Autofahrer: Sie alle haben immer einen großen Bogen um uns gemacht und uns nie gefährdet. Auch sind wir kein einziges Mal angehupt worden, außer, jemand wollte uns winken!

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