Donnerstag, 10. Mai 2012

28.04. Entlang des Reno nach Bologna

Jetzt waren wir viel weiter östlich als vorhergesehen, und es bot sich an, statt der Bahnlinie die Flüsse als Landmarken zur Orientierung zu nutzen. Den ganzen Vorabend hatte ich umgeplant, und im Laufe des Vormittags haben wir gemerkt, dass wir ab jetzt gut die für den Fahrradtourismus ausgeschilderten Wege nutzen konnten.

Mitten im Nirgendwo, nach einer verfrühten Abzweigung, sind wir auf eine in die Gegend verheiratete Deutsche gestoßen, die uns mit ein paar Tipps weiterhelfen konnte. Es ging zum großen Teil Feldraine entlang, und da gerade nach längerer Trockenheit Nieselregen einsetzte, haben wir uns eine richtig dicke Lehmschicht unter den Füßen bzw. Schuhen eingehandelt. Daddy war schnell mit dem Saubermachen fertig, aber die Profilsohlen der Wanderschuhe haben richtig Arbeit gemacht!


Zu Mittag haben wir im Da Taiadela gegessen (www.dataiadela.it). Als wir hineingingen, haben wir uns erst etwas erschreckt, denn in dem Restaurant. das wie eine dörfliche Gastwirtschaft oder ein altes Fuhrmannslokal aussah, saßen an mehreren Tischen Menschen in Nadelstreifen. Da kamen wir uns in unserer rustikalen Wanderkluft doch etwas deplaziert vor... Aber niemand hat sich daran gestört, wir wurden hervorragend bewirtet. Wir haben gelernt, dass man die Bologneser Sauce in der Ursprungsregion zu Tagliatelle und nicht zu Spaghetti isst. Und das Tiramisu als Nachtisch war so gut, dass ich in den nächsten Jahren anderswo keins essen werde, um mir die Erinnerung nicht zu nehmen.

Ab Longara haben wir dann den Bus genommen, denn zu Fuß um den Flughafen herum und durch den Autobahnring in die Innenstadt von Bologna zu kommen, schien uns schier aussichtslos.

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