Sonntag, 14. August 2011

30.08.2010 Im Karst

Heute sind wir in kaltem Regen losgelaufen, aber schon bald klarte es auf und die Kleidung wurde von innen nasser als von außen. Nach einigen Kilometern und Höhenmetern kamen wir auf den Campo die Flavona, eine Karsthochfläche von einzigartiger Schönheit. Nicht unbedingt etwas für die Kletterfreaks, aber Wanderer können hier wunderbar verweilen und verschiedene Wege ausprobieren. Es gibt ein paar tiefe Schluchten und Einsturzdolinen, sowie Tafelberge mit herrlich geschichteten Kalksteinen. Pflanzen gibt es natürlich auch jede Menge.



Verlassen haben wir dieses Gebiet über den Passo della Gaiarda, der ein ganz besonderes Phänomen aufweist: Eine der Felswände, die ihn einschließen, ist hohlspiegelförmig, und so ergibt sich ein tolles, langes Echo. Der alte Spruch vom Bürgermeister von Wesel funktioniert hier tatsächlich!

Von der Passhöhe aus konnten wir auch ein letztes Mal die Gletscherwelt des Alpenhaupkamms sehen.

Übernachtet haben wir auf der Malga Spora, Italiens höchstgelegener bewirtschafteter Alm, die nicht per Straße erreichbar ist. Bis vor kurzem war hier nur eine Biwakmöglichkeit, aber seit die nahe gelegene Baita dei Cacciatori nicht mehr in Betrieb ist, kann man im Matratzenlager übernachten und nach Anmeldung Abendessen und Frühstück bekommen. Die Nonna hat uns köstliche Spagetti Bolognese gekocht, und beim Frühstück gab es ganz frische Butter, noch richtig flockig.

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