Zum Kaffeetrinken waren wir im Ristorante Arnica, einem netten Ausflugslokal oberhalb des Val di Non. Eine Bedienung dort sprach zum Glück so gut deutsch, dass ich sie fragen konnte, ob der eingezeichnete, aber nicht markierte Wanderweg tatsächlich existierte. Die Beschilderung war nämlich überwiegend für die Mountainbiker gedacht, die den größten Teil der Gäste ausmachten. Und mit einem Mountainbike ist man halt etwa dreimal so schnell wie zu Fuß, kommt aber nicht so leicht mit Felsen und Bächen zurecht.
Etwas später habe ich nochmal nach dem Weg fragen müssen, ein paar Arbeiter haben eine Wasserleitung erneuert. Wir sind dann entlang dieser "Baustelle" durch die Erde gestapft, statt einen Umweg auf einer Asphaltstraße machen zu müssen.
Unser Quartier heute, die Maso Forcola, war ein neu eingerichtetes "zweites Standbein" einer Apfelplantage. Ein altes Gebäude wurde schön renoviert und mit Zimmern ausgestattet. Eigentlich gäbe es dort kein Abendessen, aber da wir nicht die 4 Kilometer ins nächste Dorf und wieder zurück laufen konnten, hat sich die Wirtsfamilie unserer erbarmt und uns am Abendessen teilnehmen lassen. Gabriella, die Nonna, hat aufgetischt: erst eine Minestrone, dann Kartoffelpfannkuchen, aber nicht mit Apfelmus, sondern mit Schinkenspeck, dazu Gemüse und Salate. Irgendwie war alles so zubereitet, dass der Eigengeschmack der Zutaten fein herausgestellt wurde. Es war einfach köstlich.
Leider reicht mein Italienisch noch lange nicht für ein Tischgespräch, aber die ebenfalls eingeladene andere deutsche Besucherin hat, soweit es ging, für uns übersetzt.

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